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GESPRÄCH ÜBER KINDHEIT

Gespräch über Kindheit

„Dem Dschingis Khan nun, ein langes Menschenleben später, erschien auf seinem alten, ledernen Gesicht ein kaum merkliches Lächeln, das er so gut als müde wie auch als bitter empfand. Er hielt den Gedankenfluss an und versuchte ihn in eine andere Richtung zu lenken. Aber es gelang ihm nicht. Denn es war wohl etwas, was zu tief in ihm saß und zu sehr ihn geplagt wie beglückt hat, zu verschiedenen Zeiten.“

Das schreibt der mongolische Schriftsteller Galsan Tschinag über Kindheitserinnerungen – sie sitzen tief, haben viele Gesichter und tauchen immer wieder im Leben jedes Menschen auf, gerufen oder ungerufen.

Das traditionelle Rauriser „Gespräch über Kindheit“ wird diesmal fremde Landschaften und Lebensformen mit nahen und vertrauteren verbinden und so unterschiedliche Szenerien wie Budapest und Triest, Anatolien und Istanbul, Sofia und Kenia oder jene eines nomadisierenden Steppenvolkes miteinander in Beziehung setzen – denn Kindheit ist zwar individuell im Erlebten, aber universell verständlich in der Vielfarbigkeit der Erinnerungsbilder von Ertasten und Erstaunen, von Schönheit und Schrecken.

Aus ihrer Kindheit erzählen Ilma Rakusa, Emine Sevgi Özdamar, Ilija Trojanow und Galsan Tschinag.

Moderation: Brita Steinwendtner