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PREISTRÄGER 2008

Rauriser Literaturpreisträger

SIMONA RYSER

Den Rauriser Literaturpreis 2008
für die beste deutschsprachige Prosa-Erstveröffentlichung (7.300,– Euro), vergeben von der Salzburger Landesregierung, erhält Simona Ryser für ihren Roman „Maries Gespenster“ (Limmat Verlag). Simona Ryser, 1969 in Zürich geboren, arbeitet freischaffend als Hörspielregisseurin, Autorin, Sängerin und Journalistin. Ihr „virtuoses, kluges, federleichtes Prosadebüt“ (Basler Zeitung) wurde bereits mit dem „Studer/Ganz-Preis“ ausgezeichnet.

Begründung der Jury (Maria Gazzetti, Literaturhaus Frankfurt; Wolfgang Hackl, Universität Innsbruck; Hardy Ruoss, DRS, Zürich): „Simona Rysers Roman ,Maries Gespenster‘ erzählt die Geschichte einer Frau, die ihrer Mutter nachtrauert und versucht, sich von den Mutter-Gespenstern zu befreien und endlich ihr eigenes Leben einzurichten. Das Debüt überzeugt durch die literarischen Mittel, mit denen es Einblick in den Alltag gibt, der angesichts vieler Anforderungen und Verlockungen einer heutigen Gesellschaft gar nicht so leicht zu bewältigen ist. Das Heutige findet sich gespiegelt in vielen präzisen Beobachtungen, die auch die Welt der Elektronik und der Computer mit einschließt, und der Simona Ryser eine eigene Poesie zu entlocken versteht.“

Laudatio: Hardy Ruoss




 

Förderungspreisträger

MARGARITA FUCHS

Der Rauriser Förderungspreis 2008
für einen unveröffentlichen Prosatext, diesmal zum Thema „Fremd-Wort“ (3.650,– Euro), vergeben von der Salzburger Landesregierung und der Marktgemeinde Rauris, geht an Margarita Fuchs. Die Germanistin, 1951 in Riedau in Oberösterreich geboren, unterrichtete an verschiedenen Schulen in Salzburg. In der Edition Garamond sind der Roman „Das große Fest in Portobuffolé“ (2003) und die Gedichtbände „Talentierte Labyrinthe“ (2005) und „Ich träumte weiß“ (2006) erschienen.

Begründung der Jury (Doris Moser, Universität Klagenfurt; Ines Schütz, Literaturhaus Salzburg; Peter Zimmermann, ORF Wien): „Den Text von Margarita Fuchs zeichnet aus, dass über Fremdheit abseits vorgefertigter Bilder geschrieben wird, abseits auch von Exotismus des ,bedrohlichen‘ oder ,guten‘ Anderen. Mit sprachlicher Klarheit und fließendem Wechsel der Perspektive schildert die Autorin Empfindungen von Fremd-Sein und Selbstentfremdung.
Dabei wahrt sie so viel Distanz zu ihren Figuren, dass die dem Text innewohnende Gesellschaftskritik nie oberflächlich oder aufdringlich wird. Dazu sind die Charaktere auch zu vielschichtig und die Sprache zu differenziert. Hervorzuheben sind die poetischen Bilder. Insgesamt hat das Manuskript das Potential für eine weiterführende Arbeit.“

Laudatio: Peter Zimmermann